Solaruhr mit anthrazitfarbenem Zifferblatt und Metallband

Solar- und Funkuhr: Wie sie funktionieren


Eine Uhr, die selten eine Batterie braucht oder sich selbst auf die genaue Zeit stellt: Das klingt nach Komfort, und genau das versprechen Solar- und Funkuhren. Beide Techniken ergänzen das klassische Quarzwerk. Dieser Beitrag erklärt, wie sie funktionieren, wo ihre Stärken liegen und worauf Sie achten sollten.

Solaruhr: Licht als Energiequelle

Eine Solaruhr besitzt Solarzellen, meist unter oder neben dem Zifferblatt. Sie wandeln Licht in elektrische Energie um und laden damit einen wiederaufladbaren Energiespeicher. Dieser versorgt das Quarzwerk. Das funktioniert nicht nur mit Sonnenlicht, auch Kunstlicht kann je nach Modell Energie liefern.

Der Speicher hat eine begrenzte Kapazität. Bekommt die Uhr lange kein Licht, etwa wenn sie unter dem Ärmel oder in einer Schublade liegt, ist er irgendwann leer. Viele Modelle haben deshalb einen Energiesparmodus, der die Anzeige herunterfährt. Wie lange die Uhr im Dunkeln läuft, steht in den Angaben zum Modell.

Viele Solaruhren zeigen mit einem besonderen Zeigerverhalten an, wenn der Speicher knapp wird, bei manchen Modellen etwa durch einen veränderten Sekundentakt. Was genau gilt, hängt vom Modell ab und steht in der Anleitung. Setzen Sie die Uhr dann einige Zeit hellem Licht aus, zum Beispiel auf einer Fensterbank, ohne sie dauerhaft starker Hitze auszusetzen. Im Alltag reicht es meist, die Uhr nicht ständig unter Ärmeln zu verstecken.

Funkuhr: Abgleich per Zeitsignal

Eine Funkuhr empfängt ein Zeitsignal, das von einem Sender ausgestrahlt wird, und gleicht sich damit ab. Dadurch kann sie Abweichungen korrigieren und auch bei der Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit helfen. Der Empfang hängt von Region und Modell ab. In Gebäuden oder bei Störungen kann er schwächer sein. Der Abgleich erfolgt je nach Modell zu bestimmten Zeiten. Wo kein Signal ankommt, läuft die Uhr in der Regel als normale Quarzuhr weiter.

Vorteile und Grenzen

  • Wenig Wartung: Bei Solaruhren entfällt der regelmässige Batteriewechsel, der Energiespeicher hält je nach Modell lange.
  • Lichtbedarf: Wer die Uhr selten dem Licht aussetzt, sollte das im Alltag bedenken.
  • Genauigkeit: Funkuhren gleichen ihre Zeit mit einem Signal ab und können so besonders präzise laufen.
  • Empfang: Je nach Region steht ein passendes Signal nicht überall zur Verfügung.
  • Lebensdauer: Auch der Speicher einer Solaruhr kann mit den Jahren nachlassen, dann ist ein Austausch durch eine Fachperson nötig.

Beides in einer Uhr und die Wahl

Manche Modelle kombinieren Solar- und Funktechnik. Sie laden sich über Licht auf und stellen sich per Signal selbst. Das spart Handgriffe, setzt aber voraus, dass Sie beides im Alltag nutzen können.

Solaruhren eignen sich für Menschen, die eine wartungsarme Uhr tragen und sie regelmässig dem Licht aussetzen möchten. Funktechnik ist interessant, wenn die Uhr ihre Zeit möglichst selbstständig abgleichen soll. Wer ein mechanisches Werk in Betracht zieht, findet Hinweise zum Vergleich im Beitrag Automatik oder Quarz.

Unser Tipp

Legen Sie Ihre Solaruhr bei Nichtgebrauch an einen hellen Ort und lesen Sie die Hinweise zum Modell. Wie der Batteriewechsel bei klassischen Quarzuhren abläuft, steht im Beitrag Quarzuhr: Batteriewechsel. Stöbern Sie auch bei den Uhren.