Eine gute Uhr begleitet Sie über Jahre, manchmal über Jahrzehnte. Damit das gelingt, braucht sie weder viel Aufwand noch Spezialwissen, aber ein paar feste Gewohnheiten. Hier erfahren Sie, was im Alltag zählt und wann der Gang zum Uhrmacher sinnvoll ist.
Die Pflege im Alltag
Das Meiste lässt sich mit einfachen Mitteln erledigen. Wischen Sie Gehäuse und Armband nach dem Tragen kurz mit einem weichen, leicht feuchten Tuch ab. Schweiss, Hautcreme und Staub sammeln sich sonst in den Fugen an.
- Metallarmband: Mit einer weichen Zahnbürste und etwas milder Seifenlauge reinigen, danach gründlich trocknen. Das gilt nur für Uhren, die laut Hersteller ausreichend wasserdicht sind.
- Lederarmband: Möglichst trocken halten. Feuchtigkeit und Schweiss machen Leder spröde und fleckig, ein regelmässiger Wechsel des Armbands verlängert die Lebensdauer.
- Kautschuk und Silikon: Mit Wasser und etwas Seife abwaschen, keine scharfen Reiniger verwenden.
Was Ihrer Uhr schadet
Starke Stösse, Hitze und Magnetfelder setzen dem Innenleben zu. Ein Tipp: Legen Sie die Uhr nicht direkt neben Lautsprecher, Handyhüllen mit Magnetverschluss oder Tablet-Hüllen. Auch die Sauna oder ein Sonnenplatz im Auto sind keine guten Orte. Parfüm und Reinigungsmittel greifen Dichtungen und Armbänder an.
Mechanische Uhr oder Quarzuhr?
Eine mechanische Uhr enthält Öle, die mit der Zeit eindicken oder verharzen. Eine Quarzuhr hat weniger bewegte Teile, braucht aber regelmässig eine neue Batterie und intakte Dichtungen. Mehr zu den Unterschieden finden Sie im Ratgeber Automatik oder Quarz.
Wann ist eine Revision fällig?
Bei mechanischen Uhren empfehlen Hersteller meist einen Service alle fünf bis zehn Jahre, je nach Modell und Nutzung. Eine Revision umfasst in der Regel das Zerlegen, Reinigen, Ölen und Prüfen des Werks sowie den Wechsel der Dichtungen. Auch bei Quarzuhren sollten Sie die Dichtungen kontrollieren lassen, besonders wenn sie mit Wasser in Berührung kommen.
Diese Anzeichen sprechen für einen Besuch beim Uhrmacher:
- Gangabweichung: Die Uhr geht deutlich vor oder nach, obwohl sie regelmässig getragen wird.
- Stehenbleiben: Die Uhr bleibt ohne ersichtlichen Grund stehen.
- Beschlag: Im Glas bildet sich Feuchtigkeit, dann sollte die Uhr sofort geprüft werden.
- Raues Gefühl: Krone oder Aufzug laufen schwergängig oder knirschen.
Unser Tipp
Notieren Sie sich das Kaufdatum und lassen Sie Ihre Uhr nach dem vom Hersteller empfohlenen Intervall prüfen. Passende Modelle finden Sie bei den Herrenuhren und den Damenuhren.