Taucheruhr mit drehbarer schwarzer Lünette und Metallband

Lünette erklärt: Funktionen und Formen


Der drehbare oder feste Ring um das Glas einer Uhr heisst Lünette. Er kann rein dekorativ sein, er kann aber auch eine praktische Funktion haben. Die Bandbreite reicht von der schlichten Zierlünette bis zur Skala, mit der sich Zeiten messen oder weitere Zeitzonen ablesen lassen. Dieser Beitrag zeigt die wichtigsten Formen und was dahintersteckt.

Feste, drehbare und Zierlünette

Bei vielen Uhren ist die Lünette fest mit dem Gehäuse verbunden. Sie rahmt das Glas ein und sorgt für das charakteristische Aussehen. Eine drehbare Lünette lässt sich dagegen verstellen, in der Regel von Hand. Je nach Modell rastet sie hörbar ein, oft in nur einer Drehrichtung. Wie genau sie sich bedienen lässt, hängt vom Modell ab.

Die Zierlünette dient vor allem der Optik. Sie kann glatt, geriffelt oder mit Steinen besetzt sein und betont so den Stil der Uhr, von sportlich bis elegant.

Taucher-Lünette

Die klassische Taucher-Lünette dreht sich meist nur gegen den Uhrzeigersinn. Damit zeigt die Lünette bei versehentlichem Verdrehen keine zu kurze Tauchzeit an. Die Skala zeigt die ersten Minuten oft einzeln, danach in Schritten. Zur Zeitmessung wird die Markierung der Lünette auf den Minutenzeiger gestellt. So lässt sich später ablesen, wie viel Zeit vergangen ist. Mehr zu Aufbau und Merkmalen finden Sie im Beitrag Taucheruhr: Merkmale.

Tachymeter und GMT

Eine Tachymeter-Skala ist häufig bei Chronographen zu finden, entweder auf der Lünette oder am Zifferblattrand. Sie dient dazu, aus der benötigten Zeit für eine bekannte Strecke eine Geschwindigkeit abzuleiten. Wie das im Zusammenspiel mit der Stoppfunktion funktioniert, erklärt unser Beitrag Chronograph erklärt.

Bei manchen Uhren mit zusätzlichem Zeiger zeigt eine 24-Stunden-Lünette eine zweite Zeitzone an. Wird sie gedreht, verschiebt sich der Bezug zur Heimatzeit. Gerade auf Reisen kann das praktisch sein. Die genaue Bedienung unterscheidet sich je nach Modell, die Angaben dazu finden Sie in der jeweiligen Beschreibung.

Material und Pflege

Lünetten bestehen je nach Modell aus Edelstahl oder Keramik, teils mit eingelegtem Ring. Keramik gilt in der Regel als besonders kratzbeständig, kann bei einem harten Schlag aber splittern. Metall zeigt feine Gebrauchsspuren eher, lässt sich aber gut tragen. Welche Oberfläche Ihnen besser gefällt, ist vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Art, wie Sie die Uhr tragen.

Drehen Sie eine drehbare Lünette stets behutsam und ohne Gewalt. Bleibt sie schwergängig oder knirscht, kann Schmutz im Spiel sein. Greifen Sie dann nicht zu scharfen Mitteln, sondern lassen Sie die Uhr bei Bedarf von einer Fachperson prüfen.

Die wichtigsten Formen im Überblick

  • Zierlünette: fest, rein gestalterisch.
  • Taucher-Lünette: drehbar, meist nur gegen den Uhrzeigersinn.
  • Tachymeter-Skala: meist bei Chronographen.
  • GMT-Lünette: mit 24-Stunden-Skala.

Unser Tipp

Überlegen Sie vor dem Kauf, ob Sie die Funktion der Lünette im Alltag tatsächlich nutzen wollen oder eher Wert auf die Optik legen. Mehr zur Wasserdichtigkeit erfahren Sie im Beitrag Wasserdichtigkeit von Uhren, passende Modelle finden Sie bei den Uhren.