Mechanische Armbanduhr mit silbernem Zifferblatt

Mechanische Uhr richtig aufziehen und stellen


Eine mechanische Uhr läuft ohne Batterie und wird durch eine Feder angetrieben. Damit sie zuverlässig geht, braucht sie die richtige Handhabung. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Uhr aufziehen und stellen, ohne etwas zu beschädigen.

Handaufzug und Automatik

Bei einer Uhr mit Handaufzug spannen Sie die Feder selbst über die Krone. Eine Automatikuhr zieht sich durch die Bewegung Ihres Handgelenks von selbst auf. Wird sie einige Tage nicht getragen, bleibt sie je nach Modell stehen. Bei vielen Modellen lässt sich die Uhr zusätzlich über die Krone von Hand aufziehen; ob das bei Ihrer Uhr möglich ist, steht in der Anleitung des Herstellers. Mehr zum Unterschied lesen Sie bei Automatik oder Quarz.

So ziehen Sie die Uhr auf

  • Krone lösen: Bei Modellen mit verschraubter Krone schrauben Sie sie zuerst gegen den Uhrzeigersinn heraus.
  • In Position eins: Die Krone bleibt in der Ausgangsposition, nicht herausgezogen.
  • Drehen: Drehen Sie die Krone gleichmässig im Uhrzeigersinn. Wie viele Umdrehungen nötig sind, hängt vom Modell ab.
  • Widerstand beachten: Sobald Sie deutlichen Widerstand spüren, ist die Feder gespannt. Drehen Sie nicht mit Gewalt weiter.
  • Krone sichern: Schrauben Sie die Krone danach wieder fest ein.

So stellen Sie die Uhrzeit

Ziehen Sie die Krone in die Position zum Zeitstellen heraus und drehen Sie die Zeiger. Bei Uhren mit Datum wird das Datum meist in einer mittleren Kronenposition gestellt und die Zeit in der letzten Position; das ist je nach Modell unterschiedlich, beachten Sie deshalb die Anleitung. Stellen Sie die Zeit am besten vorwärts. Bei vielen Uhren dürfen Sie die Zeiger auch rückwärts drehen, prüfen Sie dazu die Anleitung des Herstellers. Möchten Sie zugleich das Datum einstellen, achten Sie auf die richtige Tageshälfte, damit das Datum um Mitternacht wechselt.

Das Datum nicht zur falschen Zeit verstellen

Bei vielen Uhren schaltet das Datum am Abend und in der Nacht bereits. Wird es in diesem Zeitraum über die Krone verstellt, kann das Schaltwerk beschädigt werden. Welche Zeitspanne bei Ihrem Modell gilt, steht in der Anleitung. Mehr zu den Anzeigen lesen Sie im Beitrag Uhrenfunktionen: Datum, GMT, Gangreserve.

Die Gangreserve gibt an, wie lange die Uhr nach vollständigem Aufzug läuft, bis sie stehen bleibt. Sie ist je nach Modell verschieden. Lassen Sie ein mechanisches Werk ausserdem in regelmässigen Abständen prüfen, wie im Beitrag Uhr-Pflege und Revision beschrieben.

Häufige Fehler vermeiden

Die meisten Schäden entstehen durch ungeduldige Handgriffe. Ziehen Sie die Krone nie mit Kraft heraus und drehen Sie sie nicht weiter, wenn Sie Widerstand spüren. Betätigen Sie die Krone ausserdem nicht unter Wasser, da bei einer nicht eingeschraubten oder herausgezogenen Krone Feuchtigkeit ins Gehäuse gelangen kann.

Wenn die Uhr nach dem Aufziehen nicht läuft oder auffällig falsch geht, versuchen Sie nicht, sie selbst zu öffnen. Wenden Sie sich an eine Fachperson. Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung beantwortet viele Fragen, denn jedes Modell hat eigene Besonderheiten. Wer mehrere Uhren im Wechsel trägt, sollte Zeit und Datum vor dem Tragen neu einstellen.

Unser Tipp

Ziehen Sie die Uhr bevorzugt zu einer festen Tageszeit auf, zum Beispiel morgens. So entsteht eine kleine Routine. Mechanische Modelle finden Sie in unseren Herrenuhren und Damenuhren.